Ratgeber „Internetrecht für Eltern“

Christian Solmecke ist „YouTube-Rechtsanwalt“, also ein Rechtsanwalt, der seinen eigenen YouTubekanal besitzt und dort seine Abonnenten über verschiedenste Aspekte des Rechts im Allgemeinen und des Medienrechts im Besonderen informiert. Natürlich macht Herr Solmecke damit Werbung für seine Kanzlei. Momentan haben knapp 700.000 Menschen seinen Kanal abonniert. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Jura ja eigentlich eher eine trockene Sache ist und wir uns in einem Medium bewegen, das seinen Fokus im Bereich leichte Unterhaltung hat. Dennoch bietet Herr Solmecke nützliche Informationen und einige sehr hilfreiche Ratgeber an, die er kostenlos zur Verfügung stellt.

Ein juristisch fundierten Überblick über das Internetrecht für Eltern gibt ein von ihm verfasster Ratgeber, den man sich hier kostenlos herunterladen kann.

In seinem Ratgeber behandelt er zahlreiche Themen, die für Eltern wichtig sind. Z.B. ob Eltern haften, wenn ihre Kinder in eine Abofalle tappen oder ob Sie belangt werden können, wenn Sie die Alterskennzeichnung auf Videospielen missachten.

Herr Solmecke arbeitet noch zahlreiche weitere juristische Felder ab, ohne zu theoretisch zu werden. Der Ratgeber ist zudem schön gelayoutet, verständlich geschrieben und steht unter einer Creative Commons 3.0 Lizenz. Eine klare Empfehlung!

 

 

Bildquelle:

Pixabay: DS-Photo, CC0 Public Domain

Medien in die Schule vs. Medienführerschein Bayern: 1:0

Wer diesen Blog liest, weiß, dass ich den Medienführerschein Bayern deutlich kritisiere. Er behandelt die Themen zu analog, soll heißen, man spricht mehr über die Phänomene, die es in der virtuellen Welt gibt, anstatt ihnen in der virtuellen Welt zu begegnen. Zum Zweiten finde ich ihn zu textlastig, zu sehr auf Lehrervortrag augerichtet (sogar mit Overheadfolien!) und zu wenig interaktiv bzw. explorativ. Am gewichtigsten finde ich jedoch, dass er urheberrechtlich geschützt ist. Doch es gibt eine Alternative.

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Was die KIM-Studie über Eltern sagt … nichts Gutes!

Die KIM-Studie stellt detailliert das Medienverhalten von Jugendlichen und Kindern dar. Sie gilt als eine der aussagekräftigsten und bekanntesten Studien, nimmt aber nur an wenigen Stellen eine Bewertung der erhobenen Daten vor. Einige interessante Aspekte, die das Elternverhalten bei der Mediennutzung ihrer Kinder abbilden, sollen hier kurz umrissen und bewertet werden:

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Warum wir im bayerischen Gymnasium jetzt Medienerziehung in einer Erziehungspartnerschaft machen müssen und was das mit einer Handtasche zu tun hat (plus PowerPoint Präsentation)

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Prof. Dr. M. Spitzer – Foto: Udo Grimberg, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19930956

DIE POWERPOINT-PRÄSENTATION ZUM ARTIKEL (gekürzte Version)

Präsentation: Warum Medienbildung an der Schule

Prof. Spitzer spricht sich dafür aus, dass ein Handy erst in die Hände von 16-18-Jährigen gehört. Erst in diesem Alter hätten sie die Reife und die kognitiven Fähigkeiten, sinnvoll damit umzugehen und keinen Schaden zu nehmen. Er vergleicht dies mit dem Führerschein in Deutschland. Für das Autofahren müsse man Reife und kognitiven Fähigkeiten haben, die man – nach allgemeinem Konsens in Deutschland – eben erst mit 18 hat.

Das dies weit von der Realität entfernt ist, ist  klar. Bereits in der 5. Klasse hat nahezu jeder Schüler sein eigenens Handy. Die aktuellen KIM und JIM Studien belegen dies mit klaren Zahlen: 98% aller befragten Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren verfügten 2016 über ein Handy oder Smartphone und natürlich nutzten sie es auch.

Die Forderung Spitzers im Kontrast zur Realität, wie man sie heute in Schulen antrifft, ist symptomatisch für das Bildungssystem, insbesondere für das bayerische Gymnasialsystem. Man ignoriert die aktuellen Entwicklungen und liefert eine Lösung, die einfach und plausibel klingt, aber in Wirklichkeit keine sein kann.

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kompletter Vortrag / Kurzunterrichtseinheit „Das Recht am eigenen Bild“

Wenn man Medienpädagogik machen möchte, braucht man Konzepte.

Hier ein komplettes Konzept für eine Kurzunterrichts- oder Vortragseinheit „Das Recht am eigenen Bild“. Das Konzept ist auf eine 45-minütige Stunde ausgelegt und wurde bereits mehrere Male gehalten und für gut befunden.

Es gibt nur ein kleineres Problem: Bestimmte Teile des Vortrags sind urheberrechtlich geschützt und dürfen deshalb nicht verbreitet werden. Diese zwei Teile müssen „händisch“ nachgearbeitet werden. Dann darf das Material in der Schule verwendet werden.

hier die editierbare Word Datei

Handout _ Das Recht am eigenen Bild1

Bildquelle: Pixabay, CC0-Public Domain

Vorlage für eine Schulvereinbarung für das Internet und digitale Medien für die Mittelstufe

Die Nutzung von Handy und Computer sind an vielen Schulen lediglich über die Hausordnung oder die Vorschriften zur Computerraumnutzung geregelt. Gerade in den niedrigen und mittleren  Klassen sind diese Vorschriften nicht ausreichend. Um für Mobbing, Urheberrechte und Jugendschutzgesetzte zu sensibilisieren ist diese Vorlage einer Schulvereinbarung für das Internet und digitale Medien für die Mittelstufe erstellt worden. (Siehe hierzu auch den Post zu einer Schulvereinbarung für die Unterstufe: hier)

pdf: schulvereinbarung-digitale-medien-klasse-8-10schulvereinbarung-digitale-medien-klasse-8-10

docx: schulvereinbarung-digitale-medien-klasse-8-10

Diese Vorlage darf ohne Namensnennung, verändert, vervielfältigt, aber nicht kommerziell genutzt werden.

Sie ist für eine Mittelstufe des bayerischen Gymnasiums konzipiert worden, bei der ein Medientutoren- oder Netzgängersystem vorhanden ist. Sie kann aber auch durch geringfügige Abänderung in jeder Schulart und Stufe verwendet werden.