Medien in die Schule vs. Medienführerschein Bayern: 1:0

Wer diesen Blog liest, weiß, dass ich den Medienführerschein Bayern deutlich kritisiere. Er behandelt die Themen zu analog, soll heißen, man spricht mehr über die Phänomene, die es in der virtuellen Welt gibt, anstatt ihnen in der virtuellen Welt zu begegnen. Zum Zweiten finde ich ihn zu textlastig, zu sehr auf Lehrervortrag augerichtet (sogar mit Overheadfolien!) und zu wenig interaktiv bzw. explorativ. Am gewichtigsten finde ich jedoch, dass er urheberrechtlich geschützt ist. Doch es gibt eine Alternative.

Wenn man Medienarbeit in Schulen machen möchte, muss man in die Breite und flexibel arbeiten. Es bringt nichts, wenn ich für die Medienarbeit einen Klassensatz Arbeitsblätter kopiere, die ich nicht verändern oder anpassen darf (und kann, da als pdf). Meineserachtens muss die Medienarbeit in Bayern über die Lernplattform mebis gestaltet werden. Damit erreicht man potentiell alle Schüler einer Schule und man bewegt sich gleich im Medium. Da aber der Medienführerschein Bayern urheberrechtlich geschützt ist, darf man die Inhalte nicht anpassen oder abändern und ihn nicht in die Lernplattform einspielen und allen Schülern zur Verfügung stellen. Hier gelten auch die Regeln des Urheberrechts und der Vervielfältigung an Schulen, die ich in diesem Blogeintrag behandelt habe.

Nicht so bei Medien in die Schule. Momentan stehen hier sieben Unterrichtsthemen zu den Neuen Medien zur Verfügung, die sich in zahlreiche Unterthemen aufteilen. Die Materialien sind zahlreicher als die des Medienführerscheins Bayern und sind zudem deutlich interaktiver bzw. explorativer. Sie besitzen klickbare Links, die einen an den Ort im Netz führen, an denen die zu besprechenden Phänomene gefunden werden können. Neben den Materialen finden sich noch sehr informative Informationsbereiche für Lehrer. Alle Inhalte sind sehr aktuell, z.T. interaktiv und übersichtlich.

Der in meinen Augen größte Vorteil ist aber die Creative Commons Lizenz.

Alle Materialen stehen unter der CC BY-SA 4.0 Lizenz. Das heißt, dass man das Material in jedwedem Format oder Medium teilen darf. Dass man es zudem auch noch remixen (Fachbezeichnung), verändern und darauf aufbauen darf und zwar für beliebige Zwecke und sogar kommerziell. Wenn man das Material verwenden möchte, muss man lediglich den Autoren oder Ersteller namentlich nennen, einen Link zur Lizenz einfügen (es muss natürlich weiterhin unter der gleichen Lizenz stehen) und man muss deutlich machen, ob man das Material verändert hat. Alle Materialien stehen neben der pdf-Datei auch als editierbare Word oder Open-Office Datei zur Verfügung.

Das ist schon sehr großzügig!

Von meiner Seite eine echte Empfehlung.

Welche Nachteile es gibt? Nunja, einer der Hauptsponsoren der Seite ist Google.

Bildquelle: Medien in die Schule; CC BY-SA 4.0

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