Was Eltern wissen sollten – Sorgen und Befürchtungen der Eltern

Basierend auf der JJF MoFam-Studie haben Eltern mehrere Sorgen und Probleme, wenn es um die Nutzung der Neuen Medien zuhause geht. Dies sind:

  • Eltern sind besorgt über die Dauer der Mediennutzung. Sie sind verwundert wie lange sich Kinder mit Computerspielen, sozialen Netzwerken oder dem Internet beschäftigen. Dieses Problem sollte durch eine Klare Vorgabe geregelt werden.
  • Auch Eltern verspüren einen sozialen Druck, der von den Kindern ausgeübt wird: Ab einem bestimmten Alter fordern Kinder ihr Smartphone und den eigenen Computer ein, weil andere Kinder diese schon zur Verfügung haben. Hier sollten sich Eltern auf die Ergebnisse von Erziehungswissenschaftlern und Medienpädagogen stützen und sich auch an diese Empfehlungen halten.
  • Eltern haben Angst, dass ihre Kinder in sozialen Netzwerken gemobbt werden. Hier ist das frühe Erkennen der ersten Symptome von Mobbing wichtig, zudem aber auch Grundkenntnisse der Entwicklungspsychologie. Kinder wollen sich im Rahmen ihrer Persönlichkeitsentwicklung im Cyberspace darstellen. Wieviel Selbstdarstellung ist normal? Wieviel kann Mobbing auslösen? Tritt der Mobbingfall ein, müssen Eltern fähig und bereit sein zu handeln, Lehrer und Schulleitung in den Prozess einzubinden und entsprechende Beratungsstellen zu nutzen.
  • Eltern fühlen sich oftmals nicht kompetent genug Wissen über Medien zu vermitteln. Die Frage nach der Medienkompetenz lässt sich immer schön mit dem bekannten Bild des Steuermanns und des Ruderers widergeben. Man muss nicht alles können, um gemeinsam voranzukommen.
  • Eltern haben Angst vor Kontrollverlust. Was macht mein Kind eigentlich da? Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Die Verwendung von Sicherheits- und Sperrmechanismen und auf Vertrauen basierende Eltern-Kind-Vereinbarungen. Die passende Mischung zu finden ist natürlich schwierig. Ebenso das Installieren bestimmter Schutzsoftware.
  • Eltern denken, dass technische Jugendschutzvorrichtungen, z.B. ein Internetfilter nicht effektiv genug arbeitet und ihre Kinder trotzdem mit jugendgefährdendem Material in Kontakt kommen können.
  • Eltern sehen sich kaum in der Lage bei Geschwisterkindern unterschiedlichen Alters medienerzieherisch differenzieren zu können.

Auf all diese Probleme und Sorgen gibt es Lösungen oder zumindest Lösungsvorschläge, die Stück für Stück in den kommenden Blogbeiträgen behandelt werden sollen. Der nächste Blogeintrag behandelt Vorschläge zur Mediennutzung im Vorschulalter zwischen 5 und 6 Jahren.

Ein Gedanke zu “Was Eltern wissen sollten – Sorgen und Befürchtungen der Eltern

  1. Pingback: Neue Serie: Was Eltern wissen sollten – Moderne Medien in der Erziehung vom Kleinkindesalter bis zum Jugendlichen – Medienreferenzschule

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