Der verlorene USB-Stick

Immer wieder stecken in den Klassenzimmerrechnern verwaiste USB-Sticks von Lehrern. Wenn sich darauf sensible Daten von Schülern befinden, ist Ärger vorprogrammiert. Meinerserachtens müsste diese Datenschutzschwachstelle durch eine professionelle Lösung beseitigt werden: Ein USB-Stick, der automatisch verschlüsselt ist:

Diese USB-Sticks gibt es, sind aber aufgrund des hohen Preises für den Normalverbraucher eher uninteressant. Ein Beispiel sind die Produkte der Firma „Prosoft“. Diese bieten den „SafeToGo-USB-Stick“ in verschiedenen Versionen an. Die 16 GB Version kostet momentan 75 Euro. Gerade für die „vergesslicheren“ Kollegen wäre diese Investition wohl sehr sinnvoll.

Die kostenlose Alternative ist die Verschlüsselung von USB-Sticks. Nach dem Aus von TrueCrypt haben sich einige wenige Anbieter auf diesem Gebiet etabliert und bieten Software zur Verschlüsselung an.

Kurz ein Wort zur Sicherheit von Datenverschlüsselungssoftware:

Es dürfte jedem bewusst sein, dass es keine 100% sichere Verschlüsselung gibt und dass man verschlüsselte Daten mit mehr oder weniger Aufwand knacken kann. Sogar bei der Benutzung kann man Fehler machen, so dass man unverschlüsselte Daten mit auf den USB-Stick schreibt, die ausgewertet werden können. Über die Integrität der Anbieterfirmen von Verschlüsselungssoftware brauchen wir gar nicht zu sprechen. Dennoch: Ein unverschlüsselter USB-Stick ist eine Einladung Daten zu nutzen, die einen nichts angehen. Ein verschlüsselter USB-Stick hingegen nicht, selbst wenn die Verschlüsselung knackbar ist. Man kann eine Verschlüsselung mit einem einfachen Fahrradschloss vergeichen. Es ist ein Hindernis, nicht mehr, aber das reicht im normalen Alltag eigentlich aus.

Die frühen Verschlüsselungsprogramme, wie z.B. TrueCrypt waren furchtbar kompliziert zu bedienen. Es gab Containerordner, versteckte Ordner und unverschlüsselte Ordner. Für den Laien war das nichts. Ein sehr einfaches Verschlüsselungsprogramm (auf Fahrradschlossniveau) ist Challenger. Es gibt eine kostenlose einfache Version mit geringerer Verschlüsselungstiefe und eine kostenpflichtige mit höherer. Das Programm zeichnet sich durch seine wirklich einfache Bedienung aus. Einmal auf dem USB-Stick installiert, wird das Programm gestartet, das Passwort eingetippt und die Daten entweder ent- oder verschlüsselt. Kein Schnickschnack, keine großen Einstellungsoptionen. Für den Hausgebrauch also optimal. Mein einziger Kritikpunkt ist die Geschwindigkeit der ver- und Entschlüsselung. Etwas Zeit sollte man schon mitbringen.

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