Quellensuche im digitalen Zeitalter – ein paar Gedanken

Wer eine W-Seminararbeit am Gymnasium schreibt oder eine Seminararbeit an der Universität, der kommt an einer Quellensuche nicht vorbei. Studierende haben es verhältnismäßig etwas einfacher als Schüler, da sie Zugriff auf eine komplette Unibibliothek und ein OPAC-System haben. Die „traditionelle“ Quellensuche ist hier leichter. Aber wenn Quellen aus dem Internet verwendet werden, dann starten alle wieder von Null.

Vorweg: eine „traditionelle“ Quellensuche in einer Bibliothek und die Möglichkeiten der Fernleihe sind keine ausgestorbenen Relikte einer früheren Zeit. Auch heute noch ist die wissenschaftliche Literatursuche die Basis für eine gute Arbeit. Die Quellensuche im Internet ergänzt diese lediglich.

Hier ein paar Grundgedanken:

  • Offizielle Seiten von Institutionen und Organisationen sind immer privaten Seiten vorzuziehen.
  • Das Internet bietet eine Vielzahl von Fachartikeln an, die für Geld gekauft werden können. Fachzeitschriften bieten hierfür die Möglichkeit des Einzelkaufs und des Downloads an. Ein gekaufter Fachartikel hat auf jeden Fall mehr Substanz als ein beliebieger Online-Artikel. Sie lassen sich zudem als Zeitschriftenartikel zitieren, was die Bibliografie einer Arbeit aufwertet.
  • Viele namhafte Zeitungen und Zeitschriften bieten kostenlose Online-Artikel an. Für eine Einleitung sind diese geeignet. Für den Hauptteil einer wissenschaftlichen Arbeit nicht.
  • Nahezu jede Stadtbibliothek ist an das Fernleih-System angeschlossen. Die freundlichen Herrschaften dort haben mir bisher immer weiterhelfen können.
  • Die OPAC-Systeme der Universitäten sind oftmals in ihrer Suche offen, die Ausleihe und die Bestellung ist jedoch nur mit Studentenausweis möglich. Der Trick: Quellen im OPAC verschiedener Uniersitäten suchen und mit den Ergebnissen die Fernleihe in der nächsten Stadtbibliothek bemühen.
  • Die Allzweckwaffe schlechthin ist die Deutsche Nationalbibliothek. Hier wird man eigentlich immer fündig. Viele  Treffersind frei verfügbar oder man wird direkt zur Quelle geführt.
  • Das gute alte „Schneebalprinzip“ bei der Literatursuche funktioniert heute genauso wie früher. Eine gute gute wissenschaftliche Quelle führt zu weiteren guten Quellen.

 

Bildquelle: „Fragonard, The Reader“ von Jean-Honoré Fragonard – National Gallery of Art: online database: entry 1961.16.1. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fragonard,_The_Reader.jpg#/media/File:Fragonard,_The_Reader.jpg

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