Leitfaden für eine multimediale Präsentation

Im Schulalltag sind Schülerpräsentationen fest institutionalisiert. Kaum ein Fach verzichtet auf das Präsentieren vor der Klasse. Der Lehrer bekommt seine Note, der Inhalt ist unterrichtsrelevant und es werden die geforderten Kompetenzen gefördert.

Die Vorgehensweise für die Vorbereitung einer Präsentation beim Schüler ist ebenfalls institutionalisiert, oder besser ausgedrückt, läuft oft nach Schema-F ab:

Wikipedia-Recherche, Bildersuche, copy-paste des Handouts, copy-paste der PowerPoint-Präsentation und voilà: fertig ist die „Präsentation“.

Natürlich können diese Vorträge bestenfalls nur mittelmäßig sein, aber viele Lehrer geben sich damit zufrieden und geben den „Gnadendreier“ oder „-vierer“.

Hier ein Leitfaden, wie man eine Päsentation multimedial, interessant, interaktiv und informativ machen kann:

1. Der gelungene Einstieg:

medial oder multimedial zum Thema führen, z.B. durch ein Video mit vorangestellter Leitfrage.

Falls es keine passenden Videos gibt, eine große Bildercollage erstellen und nach Leitfragen thematisieren.

Das Handout erst nach dieser Einführung austeilen! (Wie man ein Handout richtig gestaltet wird in einem nächsten Beitrag thematisiert)

2. Den Vortrag strukturieren:

Der Zuhörer will wissen, was auf ihn zukommt: Eine Kurzgliederung ist hier hilfreich. Wie bei einem Programm sollte die Gliederung auf dem Handout stehen.

Falls z.B. eine Gruppendiskussion geplant ist, sollte dies bereits am Anfang des Vortrages genannt werden, damit sich die Zuhörer darauf einstellen können.

3. Die Vortragsphase:

Natürlich muss bei einer Präsentation auch vorgetragen und präsentiert werden. Die Informationen des Vortrags sollten nicht auf der PowerPoint-Präsentation geschrieben zu lesen sein, sondern visualisiert werden.

Um die Multimedialität zu steigern können Bilder zum Thema automatisch wie bei einer Diashow durchlaufen. Beim Thema „Anden“, können die wichtigsten Informationen vorgetragen werden, während im Hintergrund Bilder von Andengipfeln und Übersichtskarten durchlaufen. Achtung! Weniger ist mehr!

Eine sehr gelungene Art der Visualisierung ist die „Bilderansammlung“. Während der Vortrag läuft, füllt sich die Präsentationsfläche nach und nach mit Bildern, die zu den angesprochenen Unterthemen passen und diese Veranschaulichen.

Arbeiten mit Abbildungen, Diagrammen und Statistiken

Klingt natürlich erstmal langweilig, aber Diagramme und Abbildungen beschäftigen und fordern das Publikum deutlich mehr, als Text und Bild. Hier können Präsentationsprogramme ihre Stärken zeigen: Bestimmte Bereiche werden farbig hervorgehoben, andere ausgeblendet. Der Vortragende arbeitet mit dem Material und spricht nicht darüber.

4. Das selbsterstellte Material

Besonders beeindruckend sind Vorträge, wenn der Referent etwas selbst erstellt hat und sein geistiges Eigentum dem Publikum erstellt hat. Hier bietet das Netz und der Computer viele Möglichkeiten, z.B. eine eigene Infografik.

5. Die Interaktionsphase:

Ein Vortrag sollte nicht nur reine Berieselung sein, sondern den Zuhörer auch einbinden. Es gibt unzählige Formen, wie man das Publikum einbinden kann: Man kann Fragen stellen, Aufträge ausgeben oder Material bearbeiten lassen. Hier kann das Handout wieder gute Dienste liefern. Hier könnte der Arbeitsauftrag stehen und das dazu benötigte Material. Die Informationen aus der Vortragsphase könnten hier nochmals angewendet werden. Es bieten sich wiederrum Bilder, Diagramme oder Tabellen.

Das Zusammentragen und besprechen der Ergebnisse ist ein wichtiger Aspekt, der jeden Vortrag aufwertet, interessant, sogar ein Stück weit aufregend macht. Ist meine Antwort richtig? Wie reagiert der Referent auf meine Ideen?

6. Die Zusammenfassung, das Ende und die Verlinkung

Es schadet nie, das Gesagte am Ende nochmals zusammenzufassen und die behandelten Punkte nochmals stichpunktartig zu nennen. Bevor man den Vortrag beendet, sollte das Handout nochmals besprochen werden. Das Handout sollt (Dropbox-)Links zur Präsentation, zum Handout, evt. sogar zum ausformuleirten Vortrag oder einem Mitschnitt als Audiopodcast bieten, eine kurze Linkliste zu den verwendeten Materialien und weitereführende Literatur oder Internetseiten anbieten.

 

 

 

Bildquelle:

Description

English: Die Präsentation des Buches von Prof. Andrzej Olejko „Karpacka Wojna Trzech Cesarzy“ auf der Burg zu Sanok, 2013

Date 1 October 2013, 18:39:47
Source Own work
Author Silar

 

 

 

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