Schulkinowochen – so geht die Organisation leichter

Die alljährlichen Schulkinowochen stehen wieder an. Ab dem 14. bis 18. März 2016 können wieder ganze Klassen in das nächste Kino pilgern und zusammen mit ihren Lehrern einen Film ihrer Wahl ansehen.

Die Diskussion, ob Schulkinowochen sinnvoll sind oder nicht, soll hier jetzt nicht geführt werden. Der Artikel hierzu folgt noch. In diesem Beitrag sollen die Schulen, die sich dazu entschlossen haben mitzumachen, eine kurze Anleitung und weiterführende Links finden, wie sie am besten die Schulkinowochen organisieren können.

Die erste Anlaufstelle ist natürlich die Startseite der Schulkinowochen im Internet hier: http://www.schulkinowoche.bayern.de/

Hier findet man auch den sehr ausführlichen Praxisleitfaden entweder zum download hier oder als kostenlose Bestellbroschüre.

Auf der Seite der Schulkinowoche findet man schnell die Kinos, die daran teilnehmen, wichtige Termine, den Filmpool, aus dem man die Filme aussuchen kann und viele weitere Informationen.

Zur Filmauswahl:

Aus der Erfahrung hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte zu setzten, soll heißen, dass die Filme in unterschiedlichen Kulturräumen spielen. Für den gymnasialen Bereich bieten sich Filme an, die z.B. in England, USA, Kanada, Frankreich oder Spanien spielen (wenn Spanisch angeboten wird). In höheren Klassen sind auch Länder wie China und Indien durchaus möglich. Damit deckt man das kulturelle Spektrum des Fremdsprachenunterrichts gut ab.

Zur Vororganisation:

Die Schulkinowochen dürfen nicht auf den Klassenleiter abgewälzt werden. Es ist aber durchaus sinnvoll eine zentrale Ansprechperson für die Vor- und Nachbereitung des Films zu bestimmen, was dann wohl doch wieder der Klassenleiter wäre.

Hier meine vorgeschlagenen Vorgehensweisen, die dem Klassenleiter nicht wirklich viel abverlangt:

Der Klassenleiter druckt sich die Zusatzmaterialien, die hier verfügbar sind, ca. 1 Monat vor dem Kinotag für den Film aus und gibt sie an die/den Klassensprecher aus. Die Klassensprecher sichten die Materialien und sprechen mehrere Fachlehrer vor dem Filmtermin darauf an, ob sie in ihrem Unterricht einen Themenaspekt mit dem Material behandeln können, der auch zum Unterrichtsfach passt.

Hier ein Beispiel:

Im Programm steht der Film „Antboy“ zur Auswahl. Dieser Film wird gewählt. Die Klassensprecher sprechen den Biologielehrer an, nochmals die Fähigkeiten einer Ameise zu besprechen und das angebotene Material dazu zu bearbeiten. Neben dem Biologielehrer wird auch der Deutschlehrer von den Klassensprechern angesprochen, ob dieser das Thema „Helden“, wie im Material angeboten, nochmals zu besprechen. Als letztes wird der Kunstlehrer angesprochen, ob man nicht eine Arbeit zum Thema Ameisen erstellen könnte. Irgendeiner der Kollegen wird sich dem Wissensdurst der Schüler schon nicht verschließen. Vorallem, da es sich ja um Fachunterricht handelt, der bestenfalls sogar geprüft und benotet werden kann.

Die Nachbesprechung des Films bleibt dann beim Klassenleiter hängen, stellt sich aber bei entsprechender Vororganisation eher unkompliziert dar:

Am Tag des Kinobesuchs gibt der Klassenleiter folgende Vorgaben vor dem Film an die Schüler:

  • nach dem Besuch ist jeder Schüler dazu angehalten seine persönliche Meinung zum Film zu äußern und Verbindungen zu den Vorbesprechungen bei den Kollegenstunden herszustellen.
  • Falls die Nachbesprechung unproduktiv verläuft oder nicht anspringt wird der normale Unterricht weitergeführt.

Meine Erfahrung ist, dass die Stunde „flutscht“ und sich sehr interessante und erstaunliche gute Schülermeinungen zusammentragen lassen.

Für mich persönlich ist eine solche Stunde keine verlorene Stunde, sondern hat einen echten pädagogischen Mehrwert und berechtigt den Schulkinotag und den dafür zu betreibenden Aufwand zu 100%.

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