Ratgeber „Internetrecht für Eltern“

Christian Solmecke ist „YouTube-Rechtsanwalt“, also ein Rechtsanwalt, der seinen eigenen YouTubekanal besitzt und dort seine Abonnenten über verschiedenste Aspekte des Rechts im Allgemeinen und des Medienrechts im Besonderen informiert. Natürlich macht Herr Solmecke damit Werbung für seine Kanzlei. Momentan haben knapp 700.000 Menschen seinen Kanal abonniert. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Jura ja eigentlich eher eine trockene Sache ist und wir uns in einem Medium bewegen, das seinen Fokus im Bereich leichte Unterhaltung hat. Dennoch bietet Herr Solmecke nützliche Informationen und einige sehr hilfreiche Ratgeber an, die er kostenlos zur Verfügung stellt.

Ein juristisch fundierten Überblick über das Internetrecht für Eltern gibt ein von ihm verfasster Ratgeber, den man sich hier kostenlos herunterladen kann.

In seinem Ratgeber behandelt er zahlreiche Themen, die für Eltern wichtig sind. Z.B. ob Eltern haften, wenn ihre Kinder in eine Abofalle tappen oder ob Sie belangt werden können, wenn Sie die Alterskennzeichnung auf Videospielen missachten.

Herr Solmecke arbeitet noch zahlreiche weitere juristische Felder ab, ohne zu theoretisch zu werden. Der Ratgeber ist zudem schön gelayoutet, verständlich geschrieben und steht unter einer Creative Commons 3.0 Lizenz. Eine klare Empfehlung!

 

 

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Wer bricht eher sein Studium ab? Abiturienten oder Nicht-Abiturienten?

Auf der Suche nach dem Alleinstellungsmerkmal des Gymnasiums könnte die Abrecherquote im Studium eine aussagekräftige Hilfe sein. Es wäre ein befriedigender Gedanke für jeden Gymnasiallehrer, dass deutlich mehr Studenten mit fachgebundenem Abitur ihr Studium abbrechen. Leider kommt man nicht so einfach an die Daten, wer mit welcher Vorqualifiaktion was studiert und wie oft er abbricht. Eine sehr grobe Orientierung bietet die Veröffentlichung „Die Entwicklung der
Studienabbruchquoten an den deutschen Hochschulen“ aus dem Jahr 2014.

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Gymnasium vs. Realschule: 0:1?

Bayern verfügt als eines der wenigen Bundesländer in der Sekundarstufe I über ein dreigliedriges Schulsystem mit Mittelschule (früher Hauptschule), Realschule und Gymnasium. Politische Organisationen und Verbände, wie z.B. die SPD oder die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sprechen sich zum Teil gegen diese Aufteilung aus, andere, insbesondere die Landesregierung, verteidigen das System. Tatsächlich konnte der Freistaat in den letzten Jahren immer wieder Erfolge vorweisen: Im bundesstaatlichen Vergleich konnte Bayern immer gut, sehr gut oder als Bester bei Ländervergleichen abschneiden. Somit ist doch alles Bestens im Schulsystem, oder?

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Medien in die Schule vs. Medienführerschein Bayern: 1:0

Wer diesen Blog liest, weiß, dass ich den Medienführerschein Bayern deutlich kritisiere. Er behandelt die Themen zu analog, soll heißen, man spricht mehr über die Phänomene, die es in der virtuellen Welt gibt, anstatt ihnen in der virtuellen Welt zu begegnen. Zum Zweiten finde ich ihn zu textlastig, zu sehr auf Lehrervortrag augerichtet (sogar mit Overheadfolien!) und zu wenig interaktiv bzw. explorativ. Am gewichtigsten finde ich jedoch, dass er urheberrechtlich geschützt ist. Doch es gibt eine Alternative.

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Was die KIM-Studie über Eltern sagt … nichts Gutes!

Die KIM-Studie stellt detailliert das Medienverhalten von Jugendlichen und Kindern dar. Sie gilt als eine der aussagekräftigsten und bekanntesten Studien, nimmt aber nur an wenigen Stellen eine Bewertung der erhobenen Daten vor. Einige interessante Aspekte, die das Elternverhalten bei der Mediennutzung ihrer Kinder abbilden, sollen hier kurz umrissen und bewertet werden:

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